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Deutschland verändern
Das Team der Freizeit berichtet: Die Usedomfreizeiten haben begonnen. Als wir Samstag anreisten, hatten wir noch immer keine Genehmigung für den Stellplatz des Mobitreffs. Doch nun ist es klar! Gott hat geschenkt, dass wir am Strandaufgang in Bansin für 6 Tage mit dem Bus stehen dürfen.
Geschrieben von: Bartsch Markus in keine Tags on
10.06.2009
Gestern im Leitungskreis Einer der Ältesten fragt in die Runde: “Wollen wir nicht den „Ich hab´s Timer“ in unseren Schulen verschenken?" (Er hatte den Werbebrief aus dem Gemeindebriefkasten in der Hand) Ich dachte - haben wir doch schon alles gehört - alter Hut und wollte schon zum nächsten Thema weiterdenken - Man könnte doch allen Eltern der Gemeinde das Angebot machen, dass die Kinder den in ihrer Klasse verschenken. Ich stockte, warum eigentlich nicht? Denn dass der Timer eine gute Möglichkeit ist, da waren wir uns alle einig. Wir kamen ins Gespräch und ganz plötzlich sprudelten die Ideen, wie man den Schülertimer als evangelistische Möglichkeit im Umfeld der Gemeinde einsetzen kann. Hier einige Stichpunkte: - Zum Jahresende in der Klasse verschenken - beim Schulwechsel als Abschiedsgeschenk weitergeben – - Die Gemeinde schenkt allen Schülern der Gemeinde einen Timer - Im Sportverein als "Sommergeschenk" abgeben - Einen Timer für den besten Freund / Freundin - Wenn das neue Schuljahr beginnt, eine Verschenkaktion vor den Schulen und den Bushaltestellen starten - Geschenk / Preis bei Ferienaktionen oder Jugendgottesdiensten - Im Jugendbüro der Stadt als kostenlose Auslage platzieren Egal was und wie der Timer verbreitet wird, viel wichtiger ist doch, dass wir die Möglichkeiten ausnutzen. Viel spaß beim Verschenken – bin auf eure Ideen & Erfahrungen gespannt.
Stell dir vor, deine Stadt fragt dich, ob du mit deiner Jugendgruppe und dem Life is more-Bus einen Einsatz machen willst. Würdest du ablehnen? Eine ähnliche Situation haben wir gerade bei der Urlaubs- und Missionsfreizeit in Wismar erlebt. Die Stadt hat angefragt, ob wir mit dem Bus bei den „Erlebnistagen der Jugend“ mitmachen wollen. Eine super Gelegenheit. Ob wir diese Chance nutzen können, hängt stark davon ab, wie groß das Team wird. Vor allen bräuchten wir noch einige männliche Teilnehmer, um gerade auch anderen Jungs von Jesus weiterzusagen. Hast du Interesse? Dich erwartet ein Missionseinsatz, bei dem du verschiedene Möglichkeiten ausprobieren kannst, von Jesus zu erzählen. Vor allem aber wirst du erleben, dass Jesus auch heute noch der gleiche ist wie vor zweitausend Jahren und auch heute noch wirkt. Die Freizeit dauert zwei Wochen (4. bis 18. Juli). In der ersten Woche steht „Urlaub“ auf dem Programm. Ostsee, Radfahren, Volleyball, Fußball, Shoppen und Relaxen. Dazu gibt es jeden Tag Input aus Gottes Wort. In der zweiten Woche werden wir gemeinsam mit der Gemeindegründung in Wismar einen Missionseinsatz machen. Wenn du Fragen hast, schreib mir. Hier geht es zur Online-Anmeldung und zum Flyer.
Habe gerade einen kurzen Beitrag zum Monatsspruch Juni für unseren Gemeindebrief verfasst. Weil er gut zum Thema unseres Blogs passt, veröffentliche ich ihn hier schon mal vorab. Monatsspruch Juni Petrus sprach: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist. Apostelgeschichte 10,34-35 Auch wenn die großen Wellen abgeebbt sind, es wird nach wie vor diskutiert: das Antidiskriminierungsgesetz. Niemand soll wegen seiner Herkunft, seines Geschlechts, seines Alters, seiner Religion oder Weltanschauung, seines gesundheitlichen Zustands, usw. benachteiligt werden. Seit 2006 ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetzt in Kraft, doch immer wieder werden Forderungen von Verbänden und vor allem der EU-Kommission laut, weitergehende Maßnahmen gegen Diskriminierung zu ergreifen. Sicher kann man sich über den Sinn oder Unsinn eines solchen Gesetzes streiten. Doch eins ruft die ganze Diskussion in Erinnerung: Wir tendieren dazu, Menschen, die anders sind als wir, mit Vorbehalten zu begegnen. Mitunter lassen wir sie das auch deutlich spüren. Zugleich schließen wir uns gern mit Leuten zusammen, die so ähnlich „ticken“ wie wir. Die Grenze dieser Gruppen ist für „andersartige Menschen“ oft undurchlässig. Und: Meistens passiert das alles gar nicht bewusst. Es steckt einfach tief in uns drin. Petrus war bereits 3 Jahre bei Jesus in die Lehre gegangen. Unzählige Male konnte er miterleben, wie der Sohn Gottes sich gerade für die Zeit nahm, auf die andere nur verächtlich herabblickten. Ein Rabbi gab sich mit Prostituierten ab! Trotzdem musste Gott noch eine Menge Überzeugungsarbeit leisten (inklusive einer Vision und einer Stimme aus dem Himmel), ehe der Apostel kapierte, dass der Weg zu Gott wirklich jedem Menschen offen steht. Gott ist es egal, ob jemand Jude ist oder Grieche, Deutscher oder Vietnamese. Seine Familie umfasst Menschen aus allen Nationen. Die einzige Bedingung ist, Gott als Gott anzuerkennen und seine Maßstäbe zu akzeptieren. Die weltweite christliche Mission zeigt, dass sich die revolutionäre Erkenntnis des Petrus durchgesetzt hat. Doch wie sieht es in unserem eigenen Land aus? Soziologen sprechen davon, dass sich unsere Gesellschaft in 10 Milieus aufsplittert. Es gibt sozusagen 10 „Sorten“ von Menschen in Deutschland: Traditionelle und Moderne, Intellektuelle und Materialistische, usw. Auch wir Christen gehören zu einem bestimmten Milieu. Doch erstaunlicherweise trifft man in den Kirchen und Gemeinden unseres Landes 7 dieser 10 „Sorten“ überhaupt nicht an. Menschen, aus bestimmten Milieus finden einfach keinen Zugang zu christlichen Gruppen und Veranstaltungen. Lässt sich das nur darauf schieben, dass sie alle nicht wollen? „Gott will Menschen aus allen Völkern!“ – diese Erkenntnis führt im Neuen Testament nicht dazu, dass die Christen darauf warten, dass plötzlich unbekannte Gäste ihre Gottesdienste besuchen. Vielmehr machen sie sich auf den Weg zu denen, die ganz anders sind als sie. Petrus war – nicht ganz freiwillig – der erste, Phillipus machte es ihm nach und später besonders intensiv der Apostel Paulus. Vielleicht wissen wir, dass Gott die Person nicht ansieht, sondern Menschen aus jedem Volk und jedem Milieu willkommen heißt. Aber haben wir es – so wie Petrus – wirklich begriffen?
Geschrieben von: Oliver Last in keine Tags on
25.05.2009
Mareike berichtet:
Ich soll einen Schülerbibelkreis gründen?? Als mir dieser Gedanke das erste Mal durch den Kopf ging – in der 11. Klasse – war ich einerseits erfreut/aufgeregt und andererseits hatte ich keine Ahnung wie ich es bewerkstelligen sollte. Ich bin eher von der ruhigen Art, jemand, der sich die Noten durch die seltenst vorhandene mündliche Mitarbeit vermasselt, der öfters nicht weiß, wie er seine Gedanken sprachlich ausdrücken soll, der immer wieder gerne mit Mose sympathisiert, jemand, der Leitung zwar übernimmt, aber auch gerne diese tatsächlichen Leitungspersönlichkeiten übergibt; ein einfaches Mädchen also, das Gott ab und zu mal fragt, warum Er sie nicht etwas extrovertierter gemacht hat, um für Ihn mehr zu erreichen… Tja, und ich sollte jetzt einen SBK gründen? Ich muss schon sagen, Du hast Humor, Gott. ;)
Aber Anfang der 12 habe ich es dann tatsächlich getan. Ja, ich stand morgens auf, ging zur Schule, nahm all meinen Mut zusammen und stapfte zur Höhle des Löwen – das Lehrerzimmer. Dort trug ich also mein Anliegen der Vorsitzenden der Relilehrer vor, die nahm es wirklich positiv auf, meinte, es sei eine echt gute Idee… aber leider nicht realisierbar in der Schule, da diese dem Neutralitätsgesetz der Schule unterliege. Ich versicherte natürlich nochmals mit tiefstem Nachdruck, dass es eine reine Schülerinitiative sein würde und es mir wirklich wichtig sei. Nein, nicht wirklich. Ich schwieg. Ich schwieg und nickte verständnisvoll. Und ganz ehrlich: Ja, einerseits war ich enttäuscht, aber andererseits – zu meiner Schande – fühlte ich auch etwas von Erleichterung. Erleichterung, dass ich vor meinen Freunden das Ganze nicht starten müsste. Die wissen zwar, dass ich Christ bin, aber einen SBK zu gründen, das ist ja dann ein Stück „krasser“.
Tja, menschlich gesehen, hatte ich mich gut aus der Affäre gerettet: Ich hatte das getan, was Gott wollte, aber leider wurde es mir nun mal verboten. Alles wäre gut gewesen, wäre da nicht dieses beständige Gefühl in mir geblieben, einfach nochmal zu fragen. Und „zufälligerweise“ lief mir das Thema SBK auch durch Zeitschriften etc. immer wieder über den Weg und es gab wirklich perfekte Situationen in der Schule, in denen ich hätte nochmals fragen können. Gott hatte es noch nicht abgehakt. Ich wusste es und doch brauchte ich so lange. Aber Mitte Februar diesen Jahres endlich – ich bin jetzt in der 13 – fragte ich nochmals und plötzlich wurde es mir erlaubt (oh Wunder! Als hätte ich es nicht gewusst… ;)).
Dann ging alles auch sehr schnell. Ich hing an allen Eingängen der Schule Werbeplakate aus (die man einfach aus dem Internet ziehen kann: www.schuelerbibelkreis.de ), meine Freunde fingen an Wetten abzuschließen, wie viele beim ersten Mal kommen würden (Das ging von 0 bis zwangsweise 9, weil die Regel war, dass man keine Zahl doppelt nehmen durfte… Sonst wäre es wohl nicht höher als 4 geworden. ;)), ich selber freute mich innerlich auch so auf drei oder vier, und dann war es auch schon soweit: Am 26.02.2009 saß ich in Raum 259 am Anfang der zweiten großen Pause und wartete auf Leute. Es klingelte. Der Lärmpegel stieg. Kinder rannten am Raum vorbei in die Pause. Ich wartete und betete. Und plötzlich kamen tatsächlich fünf (sehr coole) Jungs aus der 11 herein. Sie interessiere einfach, was das hier so sei. Okay, also fing ich die Andacht mit ihnen an. Etwa fünf Minuten später klopfte es an der Tür. Noch ein paar Jungen aus der 11 und eine Schar Mädels (aus der 10.-12. Stufe)kamen herein. Plötzlich saß ich da mit 15 (!) jungen Menschen und durfte mit ihnen über Gott nachdenken und beten. Unser Vater, Du bist echt krass!! Ich war so überwältigt an diesem Tag von Gottes Wirken. Und Gott hörte nicht auf zu wirken! =)
In der nächsten Woche wurde der Wunsch geäußert, dass wir uns öfter treffen, weil nach der Andacht in der großen Pause gar keine Zeit mehr bleibe, sich auszutauschen. Also fing ich an mittwochs in der 2. großen Pause die Andacht zu machen und donnerstags in der 2. großen Pause eine Austauschzeit zu haben. Und Gott hörte nicht auf zu wirken! =)
Drei Wochen später traute ich meinen Augen nicht: Eine Schar aus der 7. Klasse dachte sich auch mal vorbeizuschauen und plötzlich saß ich da mit ca. 30 (!!!) Leuten! Nein, der Raum war nicht für so viele angelegt. ;) Da die „Kleinen“ nun auch regelmäßig kommen wollten, habe ich die Gruppe getrennt und so treffe ich mich jetzt mit den Kleinen mittwochs in der 1. großen Pause.
Zu jedem Treffen kommen jetzt ca. 10 Kinder bzw. Jugendliche regelmäßig, wobei bei den Kleinen keiner einen Gemeindehintergrund hat und bei den Großen nur meine sechs Mädels in eine Gemeinde gehen. Der SBK ist so eine große Möglichkeit in der Schule, weil wirklich Leute kommen, die sonst wohl kaum eine Kirche betreten würden.
Was ich alles durch das Ganze gelernt habe? Zum einen, dass Gott wirklich Aufträge für uns vorbereitet hat – für jeden! – und dass Er uns auch dazu fähig macht, diese auszuführen. Das heißt nicht, dass alles immer total glatt läuft, aber dass Er uns – gerade in Durststrecken – hilft, Ausdauer zu bewahren. Zum anderen habe ich gelernt, dass wir das, was Gott sagt, einfach tun sollten. Gott hatte zwar unglaublich viel Geduld mit mir, aber jetzt tut es mir auch im Herzen weh, dass ich so lange gewartet habe, weil es bis zu den Sommerferien nicht mehr lange hin ist und ich danach nicht mehr weitermachen kann. Deshalb flehe ich dich an, egal, wer oder wo du bist, wenn du weißt, was du zu tun hast, warte nicht! Begehe nicht den gleichen Fehler wie ich! Und noch eine Sache: Unterschätze unseren allmächtigen Vater niemals. Er ist immer für eine Überraschung gut! =)
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