Von Lisa P.
Mission? Stimmt, hast schon richtig gelesen, die Kombination aus Urlaub und Mission ergibt Urlaub – Missionsfreizeit Usedom.
Und das ganze beginnt, wie die meisten Urlaube, mit frühem Aufstehen und einer langen Autofahrt.
Doch das lohnte sich, denn die Freizeit an sich begann damit, dass die 18 Teilnehmer und 7 Mitarbeiter in der ersten der beiden Wochen schön am Ostseestrand rum lagen und so etwas gegen ihre durch den Winter bedingte Blässe der Haut unternahmen.
Für Abwechslung und Befriedigung des Bewegungsdrangs sorgten zwischendurch ein bisschen Volleyball spielen, schwimmen oder ein Ausflug in die Phänomenta, rüber nach Polen und in einen Hochseilwald, in dem man bei bis zu 10 Metern Höhe mal testen konnte, wie schwindelfrei man wirklich ist, während man versucht über ein Drahtseil von Baum zu Baum zu balancieren. Schön zu wissen, das man gesichert ist. J
Und sollte es dann doch tatsächlich mal vorkommen, dass einen Moment Langeweile auftritt, greift man sich die nächste Wasserflasche oder sonstigen Behälter und schaut mal wie schnell die Freunde rennen, wenn sie unfreiwillig geduscht werden sollen. Doch Achtung! Wer weiß, was du zurück bekommst?
Da wir uns aber nun mal auf einer christlichen Freizeit befanden, begannen die Tage in der Regel mit einer Bibelarbeit nach dem Frühstück, die nicht nur auf den Einsatz in der zweiten Woche, sondern vor allem für das persönliche Leben vorbereitet hat.
Eben Freizeit mit Gott, Gott erleben.
Mit Kletterwand, Streetsoccer und Megakicker lockte dann der Life is more-Bus in der zweiten Woche die Urlauber und Einheimischen in Zinnowitz an.
Doch für wen ist es schon einfach „mal eben“ mit fremden Leuten über den Glauben zu reden?
Deswegen sollten die Leute durch Spaß, Sport und Umfragen etwas über den Glauben an Gott erfahren. Dabei hatte jeder die Gelegenheit auszuprobieren, was ihm oder ihr gefallen könnte, was er kann.
Ob man nun an der Kletterwand sichern oder die Busküche betreuen wollte, oder sich doch lieber in der Kinderstunde zum Hampelmann machen und in die Rolle eines Detektiven schlüpfen oder auch einfach abends versuchen durch das Programm zu führen, oder auch gleich Teil des Programm sein und eine Andacht halten, für jeden war etwas dabei.
Nach dem Einsatz ist aber dann doch irgendwie vor dem Einsatz, deswegen besprachen wir auch jeden Morgen noch den Einsatz des vergangenen Tages, um aus den Erfahrungen der anderen zu lernen.
Interessant zu hören, was die anderen Urlauber auf der Anlage, auf der auch wir wohnten, so über uns dachten.
Naja, nicht sonderlich verwunderlich, oder? Wo sieht man schon mal junge Menschen die schon morgens um zehn im Kreis sitzen und singen oder die Köpfe neigen und schweigen?
Deswegen veranstalteten wir, nachdem unser Einsatz in Zinnowitz beendet war, ein Familienfest, zu dem wir alle Bewohner der Anlage einluden, damit sie endlich mal die Möglichkeit hatten, uns kennen zu lernen.
Mission in der Nachbarschaft sozusagen.
Doch Usedom ist mit zwei Wochen nicht vorbei, während diese Zeilen hier entstehen, liegt wieder eine Gruppe junger Leute am Strand und bereitet sich auf ihre Mission vor, den Leuten Gottes Liebe bringen. Und eine dritte Gruppe wird folgen.
Bist du bereit deinen Glauben zu leben? Willst du lernen deinen Mitmenschen von Gott zu erzählen? Dann sei dabei, wenn es auch nächstes Jahr wieder heißt: „Pack die Koffer, es geht zur Missionsfreizeit an die Ostsee!“