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Dillenburger Jugendtage

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Senfkornblog

Deutschland verändern

Archiv >> May 2009

Bei dem Videocontest auf den Dillenburger Jugendtagen "weitersagen" erreichte ein Film den zweiten Platz, dessen Endbotschaft mich ziemlich getroffen hat: "Schwärm` doch mal für Jesus! - Gründe gibt es genug!" Ich erinnerte mich an ein Gespräch mit meinem besten Schulkollegen und Mitstreiter bis zum Abitur. Erst vor einem halben Jahr gingen wir nach einem Kinoabend zu Fuß zu mir nach Hause. Ich hatte mir vorgenommen mit ihm jetzt noch mal richtig direkt über das Leben mit Gott zu reden. Wir haben uns, seitdem wir nicht mehr zur Schule gingen, wenig getroffen. Kurz bevor wir bei mir zu Hause ankamen, habe ich mich endlich getraut, ihn anzusprechen. Ich sagte nicht viel, so sinngemäß: "Das Leben mit Gott ist sinnvoll und echt wunderbar und ich wünsche mir, dass du das auch erkennst!" Das konnte nicht gut ankommen, denn sonst sprachen wir wie ambitionierte Abiturienten: wissenschaftliche Diskusionen, sachliches Argumentieren, Weltmeister des kritischen Hinterfragens.
Dann schenkte ich ihm noch ein Neues Testament in verständlicher Sprache und der Abend war vorbei. Dann kam der Schock. Mein Freund freute sich riesig, dass er endlich eine Bibel hat (er hat meine ganzen Bibeln oft gesehen - dachte nicht, dass er eine haben will), sagte, dass er darin lesen würde und meinte dann zum Abschied zu mir: "Markus, das war das beste Gespräch, das wir je geführt haben, offen und ehrlich!" Ich war erschrocken! Mit ihm habe ich soviel durchgestanden, ich dachte, dass er über mein Leben bescheid wusste. Nein! Er kannte nur sachliche Informationen von mir: Ich geh zur Gemeinde, ich geh zu christlichen Veranstaltungen am Wochenende, ich glaube an die Bibel und die Schöpfung. Von dem schönen Leben mit Gott, meinem eigentlichen Leben neben der Schule, habe ich eine Mauer errichtet. Für vieles konnte ich begeisternd wirken, beim Thema Glauben, das Wichtigste in meinem Leben, habe ich nur nüchtern erklärt, nur das Nötigste! Ich war sehr enttäuscht von mir. All die Jahre habe ich nicht einmal für Jesus geschwärmt, dabei gibt es soviele Gründe!
Jetzt liest mein bester Freund in der Bibel und ich treff mich am Freitag mal wieder mit ihm. Würde mich freuen, wenn ihr im Gebet dran denkt - und: Schwärm` doch mal für Jesus!

Zur Zeit darf ich zusammen mit einem kleinen Team eine Evangelisation in Kirn/Hunsrück durchführen. Heute Vormittag hatten wir am Gymnasium wieder zwei Religionsstunden zu gestalten. In der 10 kamen wir auf Beweise für die Glaubwürdigkeit des Evangeliums zu sprechen. Ich erklärte, dass Beweisführung vor Gericht vor allem durch Zeugenaussagen herbeigeführt wird. Dann erzählte ich von etlichen "Zeugen Jesu" aus der Vergangenheit und stellte Carina, die mich begleitet hatte, und mich selbst ebenfalls als solche Zeugen vor. "In der Summe sind es Millionen von Zeugen, die sich einig sind, dass Jesus lebt und erfahrbar ist", sagte ich und schloss: "Wisst ihr was, die Sache mit Jesus ist bewiesen." Der Großteil der Klasse nickte zustimmend.

Karfreitagsgodi

Geschrieben von: Oliver Last in EvangelisationErlebt on

Mareike berichtet:

Ich bin einer der Menschen, die mit ihren unchristlichen Freunden noch nie wirklich intensiv über den Glauben gesprochen hat. Sie lassen mir meinen Glauben, fragen keine Fragen und ich, als ruhiges Mädel, spreche sie nicht direkt darauf an. Da komme ich in einen Konflikt, weil ich sie ja trotzdem sehr lieb habe und unbedingt möchte, dass sie Jesus kennen lernen. Also kam mir Anfang des Jahres der Gedanke eines evangelistischen Karfreitagsgottesdienstes. Ich fing an ein Konzept zu erstellen, bekam Unterstützung aus meiner Gemeinde, mein Bruder erstellte ansprechende Einladungsflyer und dann kam auch schon der 10.04.2009. Ich wachte schon mit etwas Nervosität auf, aber war gespannt auf das, was kommen mochte.

Um 14 Uhr fuhr ich zur Gemeinde (der Godi fing um 16:30 Uhr an) und bereitete mit ein paar anderen die letzten Dinge vor. Der Chor probte, wir übten das Anspiel, man betete nochmal und dann ging es auch schon auf die halb fünf zu. Und ich traute meinen Augen kaum! Aus der Gemeinde selbst waren gar nicht so viele da, aber es kamen immer mehr und mehr Gäste. Am Ende mussten wir noch ein paar Stuhlreihen hinten anstellen! Wow, danke Gott!! =) Ein paar meiner Freunde aus der Schule kamen auch. Das war super. Der Godi selbst klappte so problemlos, dass ich Gott nur danken kann. Das Rahmenprogramm, die Predigt, einfach super. Das Anspiel, was sehr bewegend ist, war zu dem Lied „Everything“ von Lifehouse .

Der Godi war also wirklich wunderbar, allerdings habe ich von keiner Entscheidung gehört. Das drückt einen dann ein wenig nieder, besonders wenn bei den Freunden scheinbar nichts angekommen ist… Aber auch dann kümmert sich Gott um einen und ein paar Tage später habe ich „zufällig“ eine Predigt gehört, in der gezeigt wurde, was unsere Verantwortung ist und dass wir selber es niemals machen können, dass sich jemand zu Jesus wendet. Also hört da meine Verantwortung auf, aber ich darf darauf vertrauen, dass Gott diesen Tag irgendwie in ihren Leben benutzt und sie zum Nachdenken bringt. Wer weiß, vielleicht höre ich ja irgendwann von ihnen, dass sie sich für Jesus entschieden haben. =)


Kein Wetterbericht

Geschrieben von: Rainer Baum in Zum NachdenkenEvangelisation on

Auf den Dillenburger Jugendtagen 2009 waren Romy und Heiko Schwarz zu Gast. Der Vers aus Prediger 4,11, den Heiko nannte, hat mich zum Nachdenken gebracht. „Wer immer nach dem Wind sieht, wird nie säen und wer immer auf die Wolken achtet, wird nichts ernten.“        

Manchmal geht es mir beim Thema Evangelisation auch so. Ich sehe den Wind, die Schwierigkeiten und alle Möglichkeiten, die dagegen sprechen, mit Menschen über das Evangelium zu reden. Doch wer nie sät, der wird auch nie ernten…

Doch stattdessen will ich lieber das Motto das Jugendtage beherzigen: Focus on God ( - und nicht auf den Wetterbericht).

Herzlichen Willkommen auch all denen, die nach den Jugendtagen zum ersten Mal hier vorbei schauen. Am besten ihr abonniert gleich den Feed, damit ihr auf dem Laufenden bleibt.


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