Geschrieben von: Andreas Schmidt in Evangelisation on
18.05.2008
Ich war heute 1 Stunde lang im Fahrradladen um die Ecke, 2 Minuten von unserem Gemeindehaus und meiner Wohnung entfernt. Ich suche für meine Frau ein ganz leichtes Bike. Der Verkäufer ist etwas jünger als ich und ein echter Fahrradexperte. Ausführlich hat er mir jedes Detail erklärt und war richtig begeistert über mein Interesse. Aber kaufen wollte ich das Fahrrad eigentlich im großen Fahrradcenter außerhalb der Stadt. Da kann man garantiert etliche Euro sparen.
Als ich den Laden verließ, fiel mir auf, wie schizophren ich bin. Einen Teil meines Geldes gebe ich sonntags in den Sammelbeutel – z.B. für missionarische Projekte. Für den anderen Teil kaufe ich mir die Dinge, die ich zum Leben brauche – z. B. ein Fahrrad. Ich dachte immer Gott ist sicher ganz zufrieden damit, weil ich genau darauf achte, dass er nicht zu wenig bekommt. Aber was ist eigentlich sinnvoller: Preisgünstig im anonymen Großmarkt einzukaufen, um reichlich spenden zu können oder für das gleiche Produkt etwas mehr Geld ausgeben und einen guten Draht zum Fahrradmann um die Ecke aufzubauen?