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Geschrieben von: Oliver Last in Evangelisation, Erlebt on
06.12.2009
Lukas Kuhs berichtet:
Das fünfte Mal hatten wir unsere WM-Aktion in Stuttgart. Angefangen mit einer Aktion zur letzten Fußball-WeltMeisterschaft haben wir jedes Jahr dann auch auf dem WeihnachtsMarkt eine Aktion gemacht. Dieses Jahr haben wir uns versucht auf Einzelne zu konzentrieren - wir denken mit "Erfolg". Wir waren ungefähr 80 Jugendliche. Wir haben Interviews gemacht; Ergebnisse dazu folgen bald auf http://www.jugendkreis-stuttgart.de/umfrage/ . Wir sind in Altenheime und Krankenhäuser gegangen. Genial die Offenheit, das Sehnen, das wir dort erlebt haben. Die Menschen sind alleine beim Altwerden und Sterben, beim Leiden. Niemand ist dort, der sich um sie kümmert. Mit unserem Singen und Reden und Lesen und Schenken konnten wir große Freude machen.
Dank sei Gott, dass er bei all dem Elend und bei aller Oberflächlichkeit, die wir vorfinden, ein so großes und tiefes Angebot hat. Und weil das die Hauptsache ist, müssen wir es gerade beim Fest der unbegrenzten Nebensächlichkeiten hervorheben!
Wir sind begeistert: Heute, knapp zwei Wochen nach unserem LIM-Einsatz hier im norddeutschen Gnarrenburg hatten wir nach den Ferien wieder unseren Teenkreis, zu dem wir während des Einsatzes kräftig eingeladen haben. Zu unserem Erstaunen kamen gleich acht „Neue“, sodass der Jugendraum mit sagenhaften 25 Leuten (und das ist für unsere Verhältnisse bombastisch) gefüllt war. Durch Kontakte, die zu den Teens z.B. über Schüler-VZ nach der LIM-Woche aufrecht erhalten wurden, konnten wir heute eine tolle LIM-Nachfeier haben. Für die nächste Woche haben sich bereits sieben weitere Teens angekündigt, die dann hoffentlich auch noch kommen werden! Wir sind einfach erfreut über den sichtbaren Segen, den Gott uns deutlich spüren lässt. Einfach genial, wie Gott Leute vorbeischickt, die mit uns weiterhin Gemeinschaft erleben wollen und letztendlich auch Interesse an IHM zeigen. Nun stehen wir vor der großen Herausforderung, richtig mit den Teens umzugehen und sie behutsam Gott näher zu bringen. Viele Chancen aber auch Probleme lauern; wir benötigen jetzt viel Weisheit, Ausdauer und Ideen. Wir sind total dankbar, dass wir Gott auf so unterschiedliche Art und Weise begegnet sind und erwarten nun weiterhin sein Eingreifen.
Das Team der Freizeit berichtet: Die Usedomfreizeiten haben begonnen. Als wir Samstag anreisten, hatten wir noch immer keine Genehmigung für den Stellplatz des Mobitreffs. Doch nun ist es klar! Gott hat geschenkt, dass wir am Strandaufgang in Bansin für 6 Tage mit dem Bus stehen dürfen.
Geschrieben von: Oliver Last in keine Tags on
25.05.2009
Mareike berichtet:
Ich soll einen Schülerbibelkreis gründen?? Als mir dieser Gedanke das erste Mal durch den Kopf ging – in der 11. Klasse – war ich einerseits erfreut/aufgeregt und andererseits hatte ich keine Ahnung wie ich es bewerkstelligen sollte. Ich bin eher von der ruhigen Art, jemand, der sich die Noten durch die seltenst vorhandene mündliche Mitarbeit vermasselt, der öfters nicht weiß, wie er seine Gedanken sprachlich ausdrücken soll, der immer wieder gerne mit Mose sympathisiert, jemand, der Leitung zwar übernimmt, aber auch gerne diese tatsächlichen Leitungspersönlichkeiten übergibt; ein einfaches Mädchen also, das Gott ab und zu mal fragt, warum Er sie nicht etwas extrovertierter gemacht hat, um für Ihn mehr zu erreichen… Tja, und ich sollte jetzt einen SBK gründen? Ich muss schon sagen, Du hast Humor, Gott. ;)
Aber Anfang der 12 habe ich es dann tatsächlich getan. Ja, ich stand morgens auf, ging zur Schule, nahm all meinen Mut zusammen und stapfte zur Höhle des Löwen – das Lehrerzimmer. Dort trug ich also mein Anliegen der Vorsitzenden der Relilehrer vor, die nahm es wirklich positiv auf, meinte, es sei eine echt gute Idee… aber leider nicht realisierbar in der Schule, da diese dem Neutralitätsgesetz der Schule unterliege. Ich versicherte natürlich nochmals mit tiefstem Nachdruck, dass es eine reine Schülerinitiative sein würde und es mir wirklich wichtig sei. Nein, nicht wirklich. Ich schwieg. Ich schwieg und nickte verständnisvoll. Und ganz ehrlich: Ja, einerseits war ich enttäuscht, aber andererseits – zu meiner Schande – fühlte ich auch etwas von Erleichterung. Erleichterung, dass ich vor meinen Freunden das Ganze nicht starten müsste. Die wissen zwar, dass ich Christ bin, aber einen SBK zu gründen, das ist ja dann ein Stück „krasser“.
Tja, menschlich gesehen, hatte ich mich gut aus der Affäre gerettet: Ich hatte das getan, was Gott wollte, aber leider wurde es mir nun mal verboten. Alles wäre gut gewesen, wäre da nicht dieses beständige Gefühl in mir geblieben, einfach nochmal zu fragen. Und „zufälligerweise“ lief mir das Thema SBK auch durch Zeitschriften etc. immer wieder über den Weg und es gab wirklich perfekte Situationen in der Schule, in denen ich hätte nochmals fragen können. Gott hatte es noch nicht abgehakt. Ich wusste es und doch brauchte ich so lange. Aber Mitte Februar diesen Jahres endlich – ich bin jetzt in der 13 – fragte ich nochmals und plötzlich wurde es mir erlaubt (oh Wunder! Als hätte ich es nicht gewusst… ;)).
Dann ging alles auch sehr schnell. Ich hing an allen Eingängen der Schule Werbeplakate aus (die man einfach aus dem Internet ziehen kann: www.schuelerbibelkreis.de ), meine Freunde fingen an Wetten abzuschließen, wie viele beim ersten Mal kommen würden (Das ging von 0 bis zwangsweise 9, weil die Regel war, dass man keine Zahl doppelt nehmen durfte… Sonst wäre es wohl nicht höher als 4 geworden. ;)), ich selber freute mich innerlich auch so auf drei oder vier, und dann war es auch schon soweit: Am 26.02.2009 saß ich in Raum 259 am Anfang der zweiten großen Pause und wartete auf Leute. Es klingelte. Der Lärmpegel stieg. Kinder rannten am Raum vorbei in die Pause. Ich wartete und betete. Und plötzlich kamen tatsächlich fünf (sehr coole) Jungs aus der 11 herein. Sie interessiere einfach, was das hier so sei. Okay, also fing ich die Andacht mit ihnen an. Etwa fünf Minuten später klopfte es an der Tür. Noch ein paar Jungen aus der 11 und eine Schar Mädels (aus der 10.-12. Stufe)kamen herein. Plötzlich saß ich da mit 15 (!) jungen Menschen und durfte mit ihnen über Gott nachdenken und beten. Unser Vater, Du bist echt krass!! Ich war so überwältigt an diesem Tag von Gottes Wirken. Und Gott hörte nicht auf zu wirken! =)
In der nächsten Woche wurde der Wunsch geäußert, dass wir uns öfter treffen, weil nach der Andacht in der großen Pause gar keine Zeit mehr bleibe, sich auszutauschen. Also fing ich an mittwochs in der 2. großen Pause die Andacht zu machen und donnerstags in der 2. großen Pause eine Austauschzeit zu haben. Und Gott hörte nicht auf zu wirken! =)
Drei Wochen später traute ich meinen Augen nicht: Eine Schar aus der 7. Klasse dachte sich auch mal vorbeizuschauen und plötzlich saß ich da mit ca. 30 (!!!) Leuten! Nein, der Raum war nicht für so viele angelegt. ;) Da die „Kleinen“ nun auch regelmäßig kommen wollten, habe ich die Gruppe getrennt und so treffe ich mich jetzt mit den Kleinen mittwochs in der 1. großen Pause.
Zu jedem Treffen kommen jetzt ca. 10 Kinder bzw. Jugendliche regelmäßig, wobei bei den Kleinen keiner einen Gemeindehintergrund hat und bei den Großen nur meine sechs Mädels in eine Gemeinde gehen. Der SBK ist so eine große Möglichkeit in der Schule, weil wirklich Leute kommen, die sonst wohl kaum eine Kirche betreten würden.
Was ich alles durch das Ganze gelernt habe? Zum einen, dass Gott wirklich Aufträge für uns vorbereitet hat – für jeden! – und dass Er uns auch dazu fähig macht, diese auszuführen. Das heißt nicht, dass alles immer total glatt läuft, aber dass Er uns – gerade in Durststrecken – hilft, Ausdauer zu bewahren. Zum anderen habe ich gelernt, dass wir das, was Gott sagt, einfach tun sollten. Gott hatte zwar unglaublich viel Geduld mit mir, aber jetzt tut es mir auch im Herzen weh, dass ich so lange gewartet habe, weil es bis zu den Sommerferien nicht mehr lange hin ist und ich danach nicht mehr weitermachen kann. Deshalb flehe ich dich an, egal, wer oder wo du bist, wenn du weißt, was du zu tun hast, warte nicht! Begehe nicht den gleichen Fehler wie ich! Und noch eine Sache: Unterschätze unseren allmächtigen Vater niemals. Er ist immer für eine Überraschung gut! =)
Geschrieben von: Oliver Last in Evangelisation, Erlebt on
10.05.2009
Mareike berichtet: Ich bin einer der Menschen, die mit ihren unchristlichen Freunden noch nie wirklich intensiv über den Glauben gesprochen hat. Sie lassen mir meinen Glauben, fragen keine Fragen und ich, als ruhiges Mädel, spreche sie nicht direkt darauf an. Da komme ich in einen Konflikt, weil ich sie ja trotzdem sehr lieb habe und unbedingt möchte, dass sie Jesus kennen lernen. Also kam mir Anfang des Jahres der Gedanke eines evangelistischen Karfreitagsgottesdienstes. Ich fing an ein Konzept zu erstellen, bekam Unterstützung aus meiner Gemeinde, mein Bruder erstellte ansprechende Einladungsflyer und dann kam auch schon der 10.04.2009. Ich wachte schon mit etwas Nervosität auf, aber war gespannt auf das, was kommen mochte. Um 14 Uhr fuhr ich zur Gemeinde (der Godi fing um 16:30 Uhr an) und bereitete mit ein paar anderen die letzten Dinge vor. Der Chor probte, wir übten das Anspiel, man betete nochmal und dann ging es auch schon auf die halb fünf zu. Und ich traute meinen Augen kaum! Aus der Gemeinde selbst waren gar nicht so viele da, aber es kamen immer mehr und mehr Gäste. Am Ende mussten wir noch ein paar Stuhlreihen hinten anstellen! Wow, danke Gott!! =) Ein paar meiner Freunde aus der Schule kamen auch. Das war super. Der Godi selbst klappte so problemlos, dass ich Gott nur danken kann. Das Rahmenprogramm, die Predigt, einfach super. Das Anspiel, was sehr bewegend ist, war zu dem Lied „Everything“ von Lifehouse . Der Godi war also wirklich wunderbar, allerdings habe ich von keiner Entscheidung gehört. Das drückt einen dann ein wenig nieder, besonders wenn bei den Freunden scheinbar nichts angekommen ist… Aber auch dann kümmert sich Gott um einen und ein paar Tage später habe ich „zufällig“ eine Predigt gehört, in der gezeigt wurde, was unsere Verantwortung ist und dass wir selber es niemals machen können, dass sich jemand zu Jesus wendet. Also hört da meine Verantwortung auf, aber ich darf darauf vertrauen, dass Gott diesen Tag irgendwie in ihren Leben benutzt und sie zum Nachdenken bringt. Wer weiß, vielleicht höre ich ja irgendwann von ihnen, dass sie sich für Jesus entschieden haben. =)
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