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Geschrieben von: Oliver Last in Evangelisation on
22.10.2008
Lisa Peter berichtet:
Es ist einfach schön zu sehen, wie Gott wirkt, wie er ermutigt und zeigt, dass er da ist. Wir hatten vor einigen Wochen eine Evangelisation von unserer Gemeinde aus. Die gesamte Organisation hatte in diesem Fall die Jugend übernommen. Es lief soweit auch alles gut, nur, es kamen einfach keine Leute. Irgendwie wurden es, dem Gefühl nach, Abend für Abend weniger und mit jeder Person die nicht kam, lies die Motivation bei uns merklich nach. Sicher, hier zählt eigentlich die Qualität und nicht die Quantität und ich bin auch sicher, dass Gott die "richtigen" Leute zu uns geschickt hat. Für das Wochenende hatten wir allerdings eine Kinderevangelisation geplant und da parallel dazu Kirmes in der Stadt war, hatten wir schon während der Vorbereitung die Sorge, dass eben wegen der Kirmes keine Kids kommen würden. Doch dann kam das Wochenende und Gott zeigte, dass er unsere Gebete erhört hat. Schon am ersten Nachmittag kamen so viele Kids, dass wir noch schnell im Eilverfahren Namensschilder nachbasteln mussten. Ok, wir waren zwar im Endeffekt nach dem Kinderprogramm geschaffter als nach drei Tagen Evangelisation, aber das Lachen und die Freude bei den vielen Kids zu sehen war einfach unglaublich schön. Gott hat mal wieder gezeigt, dass wir planen können, wie wir wollen, er weiß im Endeffekt doch, was das Beste ist. Das war definitiv die schönte Evangelisation, die ich bisher miterleben durfte. Auch wenn sich niemand direkt bekehrt hat, Gott so live zu erleben ist einfach wunderbar. Ich danke auch allen, die für die Evangelisation gebetet haben :)
Geschrieben von: Oliver Last in keine Tags on
10.06.2008
Eine Mitarbeiterin berichtet: Nachdem wir am Vormittag Tee gekocht, gebetet und unseren Stand auf dem Vorplatz der evangelischen Kirche aufgebaut hatten, den uns der (sich fürs Evangelium einsetzende) Pfarrer zur Verfügung gestellt hatte, begannen wir, unsere Gutscheine zu verteilen. Ungläubig wie wir sind, hatten wir 120 Gutscheine gedruckt und 50 Bücher gekauft. Manche nahmen die Gutscheine an, gingen aber am Stand vorbei. Freundlich waren sie aber alle. Aber nach und nach kamen sie - vor allem jüngere - und holten sich Bücher. Serdar (hat eines der Zeugnisse in "Murat findet Jesus" geschrieben), der aus der Nachtschicht direkt mit dem Bus gekommen war, konnte mit etlichen sprechen. Einmal haben drei junge Kurdinnen nach einem Gespräch mit Serdar noch ihre Freundin geholt, dass sie sich auch ein Buch abholte. Was soll ich sagen? Nach gut zwei Stunden waren zwar noch längst nicht alle Gutscheine, wohl aber alle Bücher verteilt! Wir hatten noch Zeit, selbst übers Stadtfest zu gehen und zu Hause angekommen, schüttete es wie aus Kübeln. Hab zu meinem Mann gesagt: "Hätten wir 100 Bücher bestellt, hätte es erst zwei Stunden später geregnet." Jedenfalls sind wir alle total froh und ermutigt weiterzumachen. Die Türken waren durchweg freundlich - Stress gab es nur von ein paar Glaubensgeschwistern. Viele betrachten die Muslime noch als Feinde und Gefahr. Aber wenn man mal die Bücher gelesen hat, geht einem doch das Herz für sie auf. Spätestens zum Weihnachtsmarkt werden wir die Aktion wiederholen.
Nachfolgend ein Bericht von einem Teammitglied (Salva):
Das Christival war für unser "Life-is-more-Team" ein ganz besonderer Einsatz. Ein Einsatz, der irgendwie ganz anders war, als man ihn sonst so kennt. Für mich persönlich war es eine wichtige Erfahrung. Mir ist in den Tagen bewusst geworden, was Mission ist. Es geht immer um Menschen, wir wollen sie erreichen. Aber mir ist einfach klar geworden, dass es nicht immer tolle evangelistische Gespräche sein müssen, sondern dass es in erster Linie darauf ankommt, dass die Menschen, denen wir begegnen, diese Liebe spüren, die wir durch den Glauben an Jesus bekommen haben.
Die Situation war durch diese "Anti-Christival-Bewegung", die es schon im Vorfeld gab, nicht unbedingt leicht. Man hat gespürt, dass die Jungs vom Skaterpark, der direkt neben unserem Bus war, nicht unbedingt was mit uns zu tun haben wollten. Sie haben uns nicht wahrgenommen und uns den Rücken zugekehrt. Es war klar, dass man an die nicht rankommt, wenn man denen was von Gott erzählt. Trotzdem war es uns wichtig, dass wir dennoch den Kontakt zu ihnen finden. Wir haben uns einfach ein bisschen unter sie gemischt, ihnen zugesehen und ihre Kunststückchen bewundert. Mit hauptsächlich kleineren Jungs, die offener waren und weniger diese Abneigung hatten, haben wir auch geredet. Wir durften auch mit ihren Skateboards und BMX-Rädern fahren. Dieser Sport war oft die Grundlage für Gespräche.
Am letzten Tag durften wir die Bekanntschaft mit einem 22-jährigen Snakeboarder machen. Er war total offen und nett und ließ uns ganz selbstverständlich auch mal sein Board testen. Das Gespräch, bei dem es anfangs auch um das Skaten ging, entwickelte sich. Er war sehr interessiert und hat von sich aus Fragen gestellt. Er hat uns gesagt, dass er am Mittwoch während der Eröffnungsveranstaltung auch bei der Demo mitgelaufen ist. Durch negative Erzählungen über christliche Freikirchen hatte er ein schlechtes Bild bekommen. Dazu kommt, dass er aus katholischem Hintergrund kommt und auch eigene Erfahrungen gemacht hat.
Obwohl er das Christival nur von außen miterlebt hat, konnte er spüren, dass wir Christen anders sind als er immer dachte. Er sagte uns, dass er uns so annehmen würde wie wir sind, dass er uns tolerieren würde auch mit unserem Glauben. Und meinte auch das er es gut findet das wir glauben: "Wenn es euch geholfen hat, warum nicht?"
Das Bergfest hatte er hinter den Absperrzäunen mit verfolgen können. Eine Sache, die ihn fasziniert hat, war das Abendmahl: "Das war wie ein mächtiges Gebet, die vielen Leute haben alle gleichzeitig gebetet."
Für ihn war es wichtig das er auch mal mit anderen über solche Dinge reden konnte und nicht nur übers Skaten. Man hat gespürt, dass er auch ein bisschen die Sehnsucht nach einer tiefen Freundschaft hat, die nicht nur oberflächlich ist.
Wir hatten uns einfach so gut wie Freunde verstanden. Erst hatten wir ihn zu uns zum Bus eingeladen und später kam er auf uns zu und hatte einige von uns zum Grillen eingeladen.
Für uns beide war es wichtig, den Kontakt auch weiter hin halten zu können, deswegen hatten wir auch Kontaktadressen ausgetauscht. Die Tage danach hatten wir übers Internet gute Gespräche. Er hat gesagt, dass er wieder zum Glauben an Gott gefunden hat. Es waren mehrere Sachen, die Ihn zum Nachdenken gebracht hatten, aber das Christival hat einen wichtigen Teil dazu beigetragen.
Es ist schön sehen zu können, wie Gott einem auf einfachste Weise gebrauchen kann. Man muss sich nicht immer Methoden ausdenken wie man in kürzester Zeit möglichst vielen Menschen das Evangelium erzählt. Es geht immer um einzelne Personen und jeder denkt anders. Ich habe gelernt wie wichtig es ist dem Gegenüber zu zeigen das man wirklich interessiert an ihm ist.
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