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Dillenburger Jugendtage

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Senfkornblog

Deutschland verändern

Tag >> Erlebt

Bei dem Videocontest auf den Dillenburger Jugendtagen "weitersagen" erreichte ein Film den zweiten Platz, dessen Endbotschaft mich ziemlich getroffen hat: "Schwärm` doch mal für Jesus! - Gründe gibt es genug!" Ich erinnerte mich an ein Gespräch mit meinem besten Schulkollegen und Mitstreiter bis zum Abitur. Erst vor einem halben Jahr gingen wir nach einem Kinoabend zu Fuß zu mir nach Hause. Ich hatte mir vorgenommen mit ihm jetzt noch mal richtig direkt über das Leben mit Gott zu reden. Wir haben uns, seitdem wir nicht mehr zur Schule gingen, wenig getroffen. Kurz bevor wir bei mir zu Hause ankamen, habe ich mich endlich getraut, ihn anzusprechen. Ich sagte nicht viel, so sinngemäß: "Das Leben mit Gott ist sinnvoll und echt wunderbar und ich wünsche mir, dass du das auch erkennst!" Das konnte nicht gut ankommen, denn sonst sprachen wir wie ambitionierte Abiturienten: wissenschaftliche Diskusionen, sachliches Argumentieren, Weltmeister des kritischen Hinterfragens.
Dann schenkte ich ihm noch ein Neues Testament in verständlicher Sprache und der Abend war vorbei. Dann kam der Schock. Mein Freund freute sich riesig, dass er endlich eine Bibel hat (er hat meine ganzen Bibeln oft gesehen - dachte nicht, dass er eine haben will), sagte, dass er darin lesen würde und meinte dann zum Abschied zu mir: "Markus, das war das beste Gespräch, das wir je geführt haben, offen und ehrlich!" Ich war erschrocken! Mit ihm habe ich soviel durchgestanden, ich dachte, dass er über mein Leben bescheid wusste. Nein! Er kannte nur sachliche Informationen von mir: Ich geh zur Gemeinde, ich geh zu christlichen Veranstaltungen am Wochenende, ich glaube an die Bibel und die Schöpfung. Von dem schönen Leben mit Gott, meinem eigentlichen Leben neben der Schule, habe ich eine Mauer errichtet. Für vieles konnte ich begeisternd wirken, beim Thema Glauben, das Wichtigste in meinem Leben, habe ich nur nüchtern erklärt, nur das Nötigste! Ich war sehr enttäuscht von mir. All die Jahre habe ich nicht einmal für Jesus geschwärmt, dabei gibt es soviele Gründe!
Jetzt liest mein bester Freund in der Bibel und ich treff mich am Freitag mal wieder mit ihm. Würde mich freuen, wenn ihr im Gebet dran denkt - und: Schwärm` doch mal für Jesus!

Karfreitagsgodi

Geschrieben von: Oliver Last in EvangelisationErlebt on

Mareike berichtet:

Ich bin einer der Menschen, die mit ihren unchristlichen Freunden noch nie wirklich intensiv über den Glauben gesprochen hat. Sie lassen mir meinen Glauben, fragen keine Fragen und ich, als ruhiges Mädel, spreche sie nicht direkt darauf an. Da komme ich in einen Konflikt, weil ich sie ja trotzdem sehr lieb habe und unbedingt möchte, dass sie Jesus kennen lernen. Also kam mir Anfang des Jahres der Gedanke eines evangelistischen Karfreitagsgottesdienstes. Ich fing an ein Konzept zu erstellen, bekam Unterstützung aus meiner Gemeinde, mein Bruder erstellte ansprechende Einladungsflyer und dann kam auch schon der 10.04.2009. Ich wachte schon mit etwas Nervosität auf, aber war gespannt auf das, was kommen mochte.

Um 14 Uhr fuhr ich zur Gemeinde (der Godi fing um 16:30 Uhr an) und bereitete mit ein paar anderen die letzten Dinge vor. Der Chor probte, wir übten das Anspiel, man betete nochmal und dann ging es auch schon auf die halb fünf zu. Und ich traute meinen Augen kaum! Aus der Gemeinde selbst waren gar nicht so viele da, aber es kamen immer mehr und mehr Gäste. Am Ende mussten wir noch ein paar Stuhlreihen hinten anstellen! Wow, danke Gott!! =) Ein paar meiner Freunde aus der Schule kamen auch. Das war super. Der Godi selbst klappte so problemlos, dass ich Gott nur danken kann. Das Rahmenprogramm, die Predigt, einfach super. Das Anspiel, was sehr bewegend ist, war zu dem Lied „Everything“ von Lifehouse .

Der Godi war also wirklich wunderbar, allerdings habe ich von keiner Entscheidung gehört. Das drückt einen dann ein wenig nieder, besonders wenn bei den Freunden scheinbar nichts angekommen ist… Aber auch dann kümmert sich Gott um einen und ein paar Tage später habe ich „zufällig“ eine Predigt gehört, in der gezeigt wurde, was unsere Verantwortung ist und dass wir selber es niemals machen können, dass sich jemand zu Jesus wendet. Also hört da meine Verantwortung auf, aber ich darf darauf vertrauen, dass Gott diesen Tag irgendwie in ihren Leben benutzt und sie zum Nachdenken bringt. Wer weiß, vielleicht höre ich ja irgendwann von ihnen, dass sie sich für Jesus entschieden haben. =)


Später

Geschrieben von: Oliver Last in EvangelisationErlebt on

Vor einigen Wochen habe ich auf einem Jugendgottesdienst gepredigt. Ich hatte die Erwartung, dass etwas passiert. Auf der 2 1/2stündigen Hinfahrt habe ich mich mit einigen Leuten darüber unterhalten, warum wir so wenig Frucht sehen. Dann gab es den Jugendgottesdienst, vorbereitet von einem engagierten Team, die Predigt verlief "erfolgreich", am Ende habe ich deutliche Worte gesprochen und die Möglichkeiten gegeben, mich anzusprechen, wenn man noch Fragen hat oder die Sache mit Jesus festmachen will... worauf niemand kam.
Ich lief also so durch den Raum, in der Hoffnung, dass vielleicht jetzt noch jemand kommt. Und dann... fuhren wir nach Hause, reflektierten die Predigt und fragten uns, warum sich niemand bekehrt hat.
Vor ein paar Tagen  bekomme ich eine SMS: "Hi Oliver! Ich habe gestern mit einem geredet, der sich aufgrund deiner Predigt vom letzten Mal bekehrt hat :) Krass, oder?"
Finde ich auch krass! Und bin super froh, dass Gott wirkt! Weil ich weiß, dass es nicht an meinen Worten lag, sondern an Gott! Und ich bin froh, Frucht zu sehen, zu sehen, dass sich Vorbereitung und Fahrt lohnen, weil ein Mensch Jesus kennengelernt und nun ewiges Leben hat!
Manchmal sieht man das Ergebnis erst später. Aber so viel später hab ich es ja gar nicht erfahren :-)


In diesem Jahr wird der „Mobile Treffpunkt“ 25 Jahre alt. O.k. nicht dieser Bus, aber die Idee dahinter. Am letzten Wochenende haben wir mit ca. 30 vollzeitlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern diesen Geburtstag gefeiert und auch zurückgeblickt. Dabei habe ich echt gestaunt. Gestaunt über Gottes Perspektive. Denn die ist häufig wesentlich weiter als meine. Da wurde erzählt, was Gott alles bewirkte: Einmal im Leben von Menschen, die sich beim Bus für Jesus entschieden und ein paar Jahre später wieder andere Menschen zu Jesus führten. Zum anderen von ganzen Gemeinden, die das Wagnis eingingen, Menschen auf der Straße zu begegnen, ihre Not zu sehen und zu helfen. Gemeinden haben sich dadurch total verändert und neue Werke, wie z.B. Gefährdetenhilfen wurden gegründet. Mir wurde noch einmal klar: Mission ist Langzeitarbeit und Gott behält den Überblick.


Fragen fragen…

Geschrieben von: Rainer Baum in Zum NachdenkenErlebt on

Am vergangenen Wochenende war ich bei einer Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft für Jugendevangelisation (AGJE). An diesen zwei Tagen haben wir vor allem eins gemacht: Fragen gestellt. Viele Fragen gestellt. Wir haben festgestellt, dass wir viele offene Fragen haben, wie wir unsere Generation mit der besten Nachricht erreichen können. Wir haben gemeinsam Spuren entdeckt, wie man weitergehen kann. In den nächsten Tagen schreibe ich davon wahrscheinlich noch mehr. Ich habe es als sehr hilfreich empfunden, manche Dinge einfach mal auszusprechen und loszufragen. Welche Fragen bewegen dich, wenn du an Jugendevangelisation denkst?


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