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Dillenburger Jugendtage

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Senfkornblog

Deutschland verändern

Tag >> Missionseinsatz

Wir sind begeistert: Heute, knapp zwei Wochen nach unserem LIM-Einsatz hier im norddeutschen Gnarrenburg hatten wir nach den Ferien wieder unseren Teenkreis, zu dem wir während des Einsatzes kräftig eingeladen haben. Zu unserem Erstaunen kamen gleich acht „Neue“, sodass der Jugendraum mit sagenhaften 25 Leuten (und das ist für unsere Verhältnisse bombastisch) gefüllt war. Durch Kontakte, die zu den Teens z.B. über Schüler-VZ nach der LIM-Woche aufrecht erhalten wurden, konnten wir heute eine tolle LIM-Nachfeier haben. Für die nächste Woche haben sich bereits sieben weitere Teens angekündigt, die dann hoffentlich auch noch kommen werden! Wir sind einfach erfreut über den sichtbaren Segen, den Gott uns deutlich spüren lässt. Einfach genial, wie Gott Leute vorbeischickt, die mit uns weiterhin Gemeinschaft erleben wollen und letztendlich auch Interesse an IHM zeigen. Nun stehen wir vor der großen Herausforderung, richtig mit den Teens umzugehen und sie behutsam Gott näher zu bringen. Viele Chancen aber auch Probleme lauern; wir benötigen jetzt viel Weisheit, Ausdauer und Ideen. Wir sind total dankbar, dass wir Gott auf so unterschiedliche Art und Weise begegnet sind und erwarten nun weiterhin sein Eingreifen.

 

Missionsfreizeit Wurzen mit dem Life is more-Bus: Heute Morgen in der Bibelarbeit sprachen wir über 1 Thessalonicher 2,18: Paulus spürt, dass sich ihm der Satan in den Weg stellt und ihn von seinen Plänen abbringen will, die fruchtbare Mission in Thessalonich weiterzuführen. Jemand sagt: „Der Teufel wird nur dort aktiv, wo er etwas zu verlieren hat.“ Und dann fällt noch der Satz: „Wenn du keinen Widerstand erlebst, solltest du dich fragen, ob durch das, was du tust, wirklich Gottes Reich wächst.“

Soweit zur Theorie. Abends sitzen wir geschafft aber zufrieden im Life is more-Bus. Der erste Tag in dieser Woche an dem es endlich mal nicht geregnet hat und etliche Jugendliche da waren. In den umliegenden Straßen hatten wir Rosen (an Frauen) und Kaffee (an Busfahrer und Bauarbeiter) verteilt, um Gottes Liebe spürbar werden zu lassen. Bei der Siegerehrung am Abend wurde deutlich dass Jesus der feste Halt im Leben ist, auch wenn unserer Träume zerplatzen.

Und plötzlich fliegen Flaschen und Getränkekisten gegen den Bus. Grölende Männer versuchen in den Bus einzudringen. Wir sind im ersten Augenblick geschockt. Aber dann erinnern wir uns: „Wenn du keinen Widerstand erlebst, solltest du dich fragen, ob durch das, was du tust, wirklich Gottes Reich wächst.“


Hier ein Bericht von dem LIM-Team aus Gnarrenburg:

 

Heute ist schon unser 5. LIM-Tag und wir staunen, wie schnell die Woche vergeht.

Während das Wetter hier in Norddeutschland eher feucht und kalt ist, ist die Stimmung auf dem Streetsoccer-Feld schwitzig und heiß. Wir sind begeistert über die vielen Besucher am Bus und im Zelt.

Das Zelt bietet einen gemütlichen Aufenthaltsort mit Beschäftigungsmöglichkeiten wie Kicker, Tischtennis und Bastelangeboten. Heute stand auch ein professionelles Fotoshooting mit Make-Up auf dem Programm. Wir hoffen, dass alle Aktionen den Zweck erfüllen, Kontakte zu den Kids und Teens aufzubauen und sie besser kennen zu lernen. Bitte betet für Gnarrenburg.

Abends haben wir hier immer „volle Hütte“, womit wir zuvor nicht gerechnet hätten. Die Befürchtung, dass wir beim Abendprogramm nur unter uns sitzen, hat sich ins Gegenteil gekehrt: Gott schickt uns so viele neugierige Leute vorbei! Wir mussten bei den Vorbereitungen merken, dass nicht wir das Geschehen in der Hand haben, sondern Gott. Er ist hier, das zeigt er deutlich an vielen „Puzzel-Teilen“ die sich sehr zusammenfügen.


Hier ein Bericht von dem LIM-Team aus Gnarrenburg:

 

 

Heute, am dritten LIM-Tag im dörflichen Gnarrenburg, von den Kids liebevoll auch „G-Town“ genannt, herrscht schon reges Treiben auf dem Gelände.

Nachdem gestern bereits 30 „Fremde“ am Abendprogramm teilgenommen (am ersten Tag war noch keine Abendveranstaltung) und mehr oder weniger aufmerksam zugehört haben, sind heute auch einige Teilnehmer unserer „eigentlichen Zielgruppe“ - Teenager / Jugendliche am Bus.

Bisher wurden die Angebote vorwiegend von 10-12 jährigen Kids genutzt.

Zur „VIP-Lounge“ nach dem Abendprogramm kamen ca. 7-8 von Ihnen zum gemeinsamen Bibellesen.

Im Moment wird ein heißes Street-Soccer-Turnier ausgetragen; zeitgleich laufen intensive Gespräche im Zelt.

Gestern hat sich ein neunjähriges Mädchen, das bereits zur Jungschar in die Gemeinde geht, bekehrt. Sie kam mit dem Wunsch nach einem gemeinsamen Gebet auf einen Mitarbeiter zu, da sie sich in den letzten Tagen Gedanken über eine Beziehung zu Jesus gemacht hat.

Dankbar sind wir auch über das motivierte, recht große Mitarbeiter-Team von ca. 25 Leuten.


Bitte betet dafür, dass dieses gute Miteinander erhalten bleibt und noch viele Beziehungen zu Menschen aufgebaut werden, die Jesus brauchen.


Anmerkungen (nach dem Tag):

Das Street-Soccer-Turnier war super gut besucht, bleibt zu bitten, dass die weiteren geplanten Turniere (morgen z.B. Basketball) genauso gut ankommen und reibungslos verlaufen wie das heutige.

Das Abendprogramm war heute stärker besucht und auch das gemeinsame Bibellesen (auch „VIP-Lounge“ genannt) konnte heute einen Zuwachs verzeichnen.

Die Schwester des Mädchens, dass sich gestern bekehrt hat und ebenfalls bereits zur Jungschar geht wollte heute die Sache auch fest machen.

Auch die Gespräche am Nachmittag verliefen erfreulich gut und zeigen, dass die Menschen fragend sind.




Ein Wunder

Geschrieben von: Andreas Schmidt in MissionseinsatzErlebt on

Ist es nicht so, dass man heute als Christ kaum noch erwartet? Man erwartet keine Wunder mehr. Man traut Gott wenig zu.

Wir durften in den zwei Wochen Usedom lernen zu vertrauen und Wunder zu erwarten. Und wir haben sie erlebt.

Viele haben sicherlich in den Nachrichten von den Marienkäferplagen an der Ostsee gehört.

Naja, wir haben sie erlebt und können ein Lied von den Krabbeltieren singen. Hauptsächlich in der zweiten Woche haben die sonst so niedlichen Käfer uns die Nerven geraubt. Manche Teilnehmer störte dies besonders! Sie traten ja nicht nur in Scharen auf sondern sie bissen noch dazu. Wenn man also Umfragen mit den Leuten machte und so auch ins Gespräch kam, war man sehr unkonzentriert und spürte ständig wie es irgendwo zwickte. Diese Marienkäfer waren auch so schlau einen Weg unters T-Shirt zu finden. Dies führte dazu dass man abends geschlaucht und total genervt nach Hause fuhr. Enttäuscht von vielen Absagen der Urlauber und wütend über diese kleinen Käfer, saß man abends kaputt und entmutigt im Zelt. Wir machten eine Feedback-Runde und wurden alle unsere Enttäuschungen los. Wir hatten uns gegenseitig so viele entmutigende Erlebnisse erzählt, dass wir erstaunt waren wie viel Gutes uns allen auch den Tag widerfahren war, und dass wir diese schönen Dinge ganz außer Acht gelassen hatten. Wir nahmen uns vor mehr zu beten. Wir verkürzten auch die Bibelarbeit um doch mehr (in kleinen Grüppchen) für den Tag (Marienkäfer, Gespräche, Gottes Nähe...) zu beten. Ich könnte so viel schreiben, aber sonst wird es zu lang. Jedenfalls war es unglaublich wie Gott die Kinderstunde in Zinnowiz geführt hatte an dem Ort wo es mit den Käfern am schlimmsten war. Wir haben die Muschel bekommen und durften dort Kinderstunde machen. Draußen war die Luft voll von Käfern und in der Muschel bei uns trauten sie sich nicht hin. Ich meine der Schöpfer selbst saß bei uns, kein Wunder dass sie uns in Ruhe gelassen habenJ Aber auch bei den Gesprächen half uns Gott und gab uns Ruhe. Und es ist doch echt verrückt bei manchen guten Gesprächen konnten viele die „Marienkäferstory“ gebrauchen um Menschen zu erklären, dass man Gott persönlich erfahren kann. Wir haben auch gelernt, obwohl es alles andere als einfach war, für diese Tierchen zu danken. Eine Mitarbeiterin zeigte mir den Spruch aus Philipper 4, 6-7 „ Macht euch keine Sorgen, sondern wendet euch in jeder Lage an Gott und bringt eure Bitten vor ihn. Tut es mit Dank für das, was er euch geschenkt hat. Dann wird der Frieden Gottes, der alles menschliche Begreifen weit übersteigt, euer Denken und Wollen im Guten bewahren, geborgen in der Gemeinschaft mit Jesus Christus.“

Gott ist groß und wir dürfen ihm danken, dass er Wunder tut und immer für uns da ist. Wir durften ihm im Voraus danken, dass er uns helfen wird und dass er auch so schöne Käfer geschaffen hat.

 

Dina Neumann