So war es in Werdohl

Geschrieben von: Oliver Last in keine Tags  on

Eine Mitarbeiterin berichtet: Nachdem wir am Vormittag Tee gekocht, gebetet und unseren Stand auf dem Vorplatz der evangelischen Kirche aufgebaut hatten, den uns der (sich fürs Evangelium einsetzende) Pfarrer zur Verfügung gestellt hatte, begannen wir, unsere Gutscheine zu verteilen. Ungläubig wie wir sind, hatten wir 120 Gutscheine gedruckt und 50 Bücher gekauft.

Manche nahmen die Gutscheine an, gingen aber am Stand vorbei. Freundlich waren sie aber alle. Aber nach und nach kamen sie - vor allem jüngere - und holten sich Bücher. Serdar (hat eines der Zeugnisse in "Murat findet Jesus" geschrieben), der aus der Nachtschicht direkt mit dem Bus gekommen war, konnte mit etlichen sprechen. Einmal haben drei junge Kurdinnen nach einem Gespräch mit Serdar noch ihre Freundin geholt, dass sie sich auch ein Buch abholte.

Was soll ich sagen? Nach gut zwei Stunden waren zwar noch längst nicht alle Gutscheine, wohl aber alle Bücher verteilt! Wir hatten noch Zeit, selbst übers Stadtfest zu gehen und zu Hause angekommen, schüttete es wie aus Kübeln. Hab zu meinem Mann gesagt: "Hätten wir 100 Bücher bestellt, hätte es erst zwei Stunden später geregnet."

Jedenfalls sind wir alle total froh und ermutigt weiterzumachen. Die Türken waren durchweg freundlich - Stress gab es nur von ein paar Glaubensgeschwistern. Viele betrachten die Muslime noch als Feinde und Gefahr. Aber wenn man mal die Bücher gelesen hat, geht einem doch das Herz für sie auf.

Spätestens zum Weihnachtsmarkt werden wir die Aktion wiederholen.


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