Wer ist nicht im StudiVZ?! Dort trifft man sich. Entdeckt Vorlieben eines anderen, die man bisher noch nicht kannte. Dort haben wir eine Menge Freunde. Wir sind untereinander verknüpft. Doch alles vor dem Bildschirm.Und wenn wir jemanden ganz doll mögen, können wir ihn auch noch gruscheln. Aber was ist gruscheln eigentlich? Wer kann mir das erklären?
„Dafür bin ich doch noch viel zu jung“ dachte ich, als ich das erste Mal auf eine mögliche Mitarbeit für ein Zeltlager im Sommer angesprochen wurde. Schließlich war ich ja erst ein paar Monate in der Kinder- und Jugendarbeit tätig. „Ich werde mal sehen, ob ich dann Zeit habe“ war meine vorläufige Antwort, um mehr Zeit für eine gute Ausrede zu gewinnen. Im Jahr darauf fragte mich der Leiter des Zeltlagers, ob ich mir eine Mitarbeit vorstellen könnte. „Glücklicherweise“ gab es dieses Mal jedoch eine Überschneidung mit einem bereits bestehenden – wenn auch nicht allzu wichtigen – Termin in meinem Kalender, so dass ich erneut eine Mitarbeit vermeiden konnte. Im folgenden Jahr bat mich dann ein Teilnehmer aus meinem Teenkreis, ihn auf das Zeltlager zu begleiten. Diesmal stimmte ich zu. Nachdem ich mich also zwei Mal erfolgreich „drücken“ konnte, meldete ich mich in jenem Jahr als Mitarbeiter für das Zeltlager an.
Freitagabend, kurz vor sechs. In unserem Gemeinderaum tummeln sich die ersten Teenies und quatschen aufgeregt miteinander. Einer fällt besonders auf: Ein blonder großer Typ, der etwas aufgeregt zwischen den einzelnen Grüppchen hin und her springt. Er begrüßt alle persönlich per Handschlag. Für jeden hat er einen lockeren Spruch auf den Lippen. Das ist Andi (1). Andi gehört seit 2 ½ Jahren zu unserer Jugendgruppe. Und seine Geschichte ist die Geschichte vom Swift (2).
Gibt es denn so was? Schwester xy geht zur Kur. Angeblich weil sie nicht mehr kann. Dabei ist sie nicht einmal berufstätig. Vielleicht stimmt es in ihrer Ehe nicht... Ja, das gibt es, dass ein Mensch, dem man kein Leiden ansieht, nicht mehr kann! Äußerlich läuft alles weiter, aber plötzlich ist er körperlich und emotional am Ende.