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Startseite arrow Themen arrow Christ-Sein arrow weiterkommen arrow ... so kann Glaube wachsen!

... so kann Glaube wachsen! PDF Drucken E-Mail
Für Wachstum sind Nährstoffe erforderlich. Es gibt verschiedene Nährstoffe, die Lebewesen benötigen. Nun muss man kein Biologe sein um zu wissen, dass fehlendes Wachstum seinen Grund im Mangel an Nährstoffen hat. So ist das auch im geistlichen Leben. Wir wachsen im Glauben, wenn wir geistliche „Nährstoffe“ in uns aufnehmen können.


Es mag auch Sonderfälle geben, wo Wachstum durch Mangel geschieht. Ein überwässerter Blumentopf muss getrocknet werden, aber das soll nicht unser Thema sein. Es soll auch nicht um den rettenden Glauben an Gott gehen, sondern um das kontinuierliche Wachstum im vorhandenen Glauben und Vertrauen auf Gott.

So möchte ich hier kurz von einer Art „Nährstoffkur“ berichten. Wir haben jetzt vielleicht Kurse, Seminare, Workshops, Bibelschulen und vieles andere vor unserem Auge. Ich bin mir sicher, dass die Veranstalter dieser Möglichkeiten wirklich an die Förderung des Glaubens denken.

In Galater 1, 16-17 wird berichtet, dass Paulus drei Jahre nach Arabien ging. Diese Bibelstelle hat mich immer wieder zum Nachdenken herausgefordert.

Es wird nicht berichtet, dass Paulus Menschen um Rat fragte oder eine theologische Fakultät besuchte. Aber die Gemeinschaft mit Gott in dieser (langen) Zeit hatte gravierende Folgen für Paulus und seinen Dienst. Später verkündigt er das Geheimnis des Christus. Gemeinschaft mit Gott und mit Gläubigen sind wichtige Bausteine für das Glaubenswachstum.
Fazit dieser drei Jahre war, dass Paulus erst dann die Apostel und andere Gläubige besuchte und alle feststellten, dass Paulus jetzt den Glauben verkündigt, den er früher zu vernichten suchte.

Wie kam es dazu, dass er genau den Glauben verkündigte, dass es keinen Widerspruch von seiner Erkenntnis zu der der Apostel gab?

Paulus nahm sich Zeit für Gott, sein Wort und für sich selbst. Ich behaupte an dieser Stelle, dass er allein Gott zu sich reden lies. Gerade aus dieser Überlegung heraus erkannte ich die Notwendigkeit, mich intensiv mit Gottes Wort zu beschäftigen. Eine Pflanze kann nicht wachsen, wenn sie keine Nährstoffe erhält bzw. die Nährstoffe nicht direkt in ihren Lebenskreislauf gelangen können. Wir können Wissen aus Kommentaren, Menschen und Fakultäten anhäufen und doch stagnieren. Gottes Wort muss direkt in unseren Lebenskreislauf hineingelangen können, wir müssen es in uns aufnehmen und seine Wirkung entfalten lassen!

Die wenigsten Christen bekommen den ausdrücklichen Auftrag, sich wie Paulus für drei Jahre zurückzuziehen. Eines bleibt aber für alle gleich: Gott möchte seinen Sohn in dir offenbaren. Unser Herr hat es an anderer Stelle kommentiert (Johannes 14,21): Wer sich an meine Gebote hält und sie befolgt, der liebt mich wirklich … ich werde mich ihm offenbaren.
Ich soll also ihn - unseren Herrn - besser verstehen und das fördert den Glauben. Bei ihm sind Nährstoffe, die ich allerdings suchen muss. Zur Klarheit ein kurzes Beispiel: Ich kaufte mir unlängst ein Buch für die Autoreparatur („So wird´s gemacht“). Ich habe nie vor Fahrzeugmechaniker zu werden. Allerdings verstehe ich das eine oder andere am Auto besser, nachdem ich die jeweiligen Abschnitte gelesen habe.

So ist Wachstum im Glauben auch nur dort möglich, wo wir uns aktiv Zeit für Gottes Gedanken nehmen. Seine Gedanken finden wir in seinem Wort, im Gespräch mit unserem Herrn Jesus. Wie schon gesagt, diese besonderen drei Jahre des Paulus sind nicht bei jedem von uns drin und dran. Wer sich allerdings, um die bereits verwendete Zahl zu nehmen, auf 3 Minuten beschränkt und diese vielleicht noch auf den Tag verteilt, wird nie, um bei dem Beispiel des Autos zu bleiben, etwas „reparieren oder verstehen“ können.

Wachstum ist nur durch intensive Gemeinschaft mit Gott möglich!

Nimm dir daher bewusste Zeit – damit meine ich nicht nur Minuten oder Stunden sondern durchaus Tage, auch nicht unbedingt das zur Erholung dienende Wochenende. Nein, nimm dir einmal Urlaub und mach eine geistliche „Nährstoffkur“. Ich habe es selbst als äußerst hilfreich empfunden, solche Zeiten der Stille zu haben, wo Gott zu uns reden kann, und es ist mir immer wieder gelungen, solche Urlaubstage zu finden.

Ich setze an dieser Stelle voraus, dass es uns generell kein Problem bereitet, Zeit – auch die Urlaubszeit – für Gott einzusetzen. Wachstum benötigt Zeit und persönliche Stille vor Gott, wie es ein schönes altes Lied aussagt: Lass mich so, still und froh, deine Strahlen fassen und dich Wirken lassen.

Stell dir dann noch vor, Gott redet zu dir so, dass du mit anderen Gläubigen in Übereinstimmung lebst, redest, liebst und diese Geschwister dann um deinetwillen Gott anbeten und vielleicht auch anfangen sich Zeit für Gott zu nehmen (Galater 1,24).

Das ist dann Glaubenswachstum mit durchschlagendem Erfolg. Es geht sicher nicht um berechenbaren Erfolg, aber um deine Beziehung zu Gott, die wiederum andere motiviert. Ich durfte es selbst erfahren.

Matthias Heinrich
 
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